Archiv für Tiere

Die Küstenkatzenfee

Posted in Fotografie betextet with tags , on 14. Januar 2011 by (S)

(S)

Am Hafen wohnt die Katzenfee,
die hat zwei Flügel, klein und weiß,
springt hoch und weit, ganz wie ein Reh,
und pupst auch Sternchen noch im Kreis.

Die Küstenkatzen kennen sie
und beten zu ihr Tag und Nacht
denn diese Katzenfee ist die,
die zaubert frischen Fisches Fracht.

Jedoch ist sie nur rar zu sehn,
die Katzenfee, so gelb und weiß,
hängt lieber mit den andren Feen,
und baut den ganzen Tag nur Scheiß.

(L)

Klaus’ Maus

Posted in Gedicht bebildert with tags , on 1. Oktober 2010 by (L)

Klaus’ Maus schaut aus Klaus’ Maus-Haus raus.
Klaus: „Raus aus Haus, Maus!“
Klaus’ Maus traut Klaus.
Klaus krault Maus.

Klaus traut Maus auch.
Klaus’ Maus haut Klaus.
Klaus: „Autsch, Maus! Aus!“
Klaus’ Maus rauscht aus Klaus’ Haus.
Klaus schaut auf Maus-Haus: „Sau…“

(L)

[Ein weiterer Beitrag zum integrativen Deutschunterricht – siehe bereits Ernst Jandel: Ottos Mops sowie Robert Gernhardt: Annas Gans, Gudruns Luchs, Gittis Hirsch und Enzensbergers Exeget]

Klaus die Maus(S)

Schwalben

Posted in Gedicht bebildert with tags , on 21. August 2010 by (L)

Doch wie viele Schwalben machen den Sommer?
Im Winter bekam ich die Nachricht von dir,
jetzt werden die Nächte schon wieder länger,
du schriebst mir, im Sommer wärst du wieder hier.

Nun wird es September, fast rot sind die Reben;
Ich seh viele Schwalben schon seit Anfang Mai,
doch alle zu zählen hab ich aufgegeben,
bei eintausendzweihundertfünfzig und drei.

(L)

(S)

Ausgestopft

Posted in Fotografie betextet with tags on 29. Juli 2010 by (S)

(S)

Ein Hörnchen auf der Eiche
sitzt starr wie eine Leiche.
Erinnert mich exakt
an das im Biotrakt:

kein Zucken
kein Rucken
kein Mucken

Auch ich wag kaum zu atmen
aus Angst mich zu verraten.

kein Zucken
kein Rucken

Doch plötzlich rennt’s nach Osten;
ich bleib auf seinem Posten.

kein Mucken

(L)

Katzenkonzentration

Posted in Fotografie betextet with tags on 21. Juli 2010 by (S)

(S)

Dies eine macht ihnen so schnell niemand nach:
von einem Momentefragment auf das nächste
die Aufmerksamkeit auf ein Ding hin zu richten,
dann wieder zu starren, als sei da nur Wüste.

Ins Leere zu schauen, dorthin wo das Weltall
das Schwarze aus ihren Pupillen kopiert;
Und dann etwas andres, vielleicht auch das selbe,
mit Blicken zu fangen, es wird nun visiert.

Ob Katzen aus Gosse, auf edel Damast:
Beliebigkeit ist ihre Großartigkeit
und liegt dazu in majestätischer Eintracht
mit all ihrer samtpfotig’ Lächerlichkeit.

(L)